Taekwon-Do Schule Bobingen e.V.
Taekwon-Do / Allkampf

Über TAEKWON-DO und Allkampf

Warum sollte ich Allkampf oder TAEKWON-DO trainieren und welche der Sportarten ist für mich geeignet.

TAEKWON-DO

Taekwondo
Das Wort TAEKWON-DO setzt sich aus Tae, was im Koreanischen für Fuß steht, Kwon, also Handtechniken, sowie Do, womit die Lehre des Geistes gemeint ist, zusammen. TAEKWON-DO besteht im Großteil aus Fußtechiken, was sich stark von anderen Kampfsportarten unterscheidet. Dennoch geht es im traditionellen TAEKWON-DO nicht hauptsächlich um den Kampf. Der Kampf selbst wird ohne Kontakt ausgeführt, Techniken werden also mit höchster Präzision und maximaler Kraft ausgeführt, dennoch kurz vor dem Gegner gestoppt um diesen nicht zu verletzen. Um den Kampf jedoch ausführen zu können sind einige andere Aspekte sehr wichtig und werden deshalb oft trainiert.

Dehnbarkeit

Spagat
Im TAEKWON-DO ist der Körper in verschiedene Zohnen eingeteilt, Unterleib bzw. Beine, Oberkörper und Kopf. Dies sind die verschiedenen Ziele der Schläge und vor Allem Kicks, um dies jedoch durchführen zu können ist eine gute Dehnbarkeit essentiell wichtig. Deshalb wird in jedem Training am Anfang oder Ende ein Großteil der Muskeln gedehnt, Allem voran natürlich die Beine.

Schnellkraft und Maximalkraft

Faust
Im Gegensatz zur allgemeinen Annahme kommt es beim Schlag bzw. Kick nicht unbedingt auf die Kraft an, die aufgewendet wird, für die Kraftübertragung ist besonders die Geschwindigkeit wichtig. Ist diese sehr hoch, wird der Angriff sehr effektiv. Da jedoch die Schnellkraft immer mit der Maximalkraft zusammenhängt, werden diese automatisch gut trainiert, zusammen mit vielen Halteübungen erlangt man so ein breites Spektrum an körperlichen Fähigkeiten.

Kraftausdauer

Der freie Kampf im TAEKWON-DO dauert in der Regel drei Minuten. Da in dieser Zeit jedoch der Körper voll beansprucht wird ist auch die Ausdauer nicht zu vernachlässigen. Auch hier wird der Fokus stark auf Kraft- und Schnellkraftausdauer gelegt.

Disziplin

TAEKWON-DO stammt ursprünglich aus dem koreanischen Militär, weshalb sich der Sport auch durch einige militärische Eigenheiten auszeichnet. Während dem Training wird Disziplin verlangt. Der Trainer gibt Kommandos, die dann von den Schülern ausgeführt werden.

Technik

Yobchaki
Letzlich ist TAEKWON-DO doch ein Kampfsport, somit spielt hier auch die Kampftechnik eine große Rolle. Vor Allem Kicks werden ausgiebig trainiert, verschiedene Körperziele und die Auswirkungen bei Schlägen auf diese Ziele erläutert, das Verhalten in einem Freikampf und die Vorgehensweise den Gegener sowohl körperlich als auch geistig zu dominieren.

Allkampf

Beim Allkampf handelt es sich weniger um einen Kampfsport als mehr um Selbstverteidigung. Hier liegt der Fokus nicht auf dem Kampf als Sport, um sich selbst zu stärken, hier geht es um reale Situationen. Verschiedene Angriffsarten die im Alltag auf jeden zukommen könnten werden trainiert. Effektive Verteidigungsmaßnahmen werden erprobt und einstudiert um sie in Gefahrensituationen ohne Nachdenken zu müssen, ausüben zu können. Da hier oft Hebel und das Außer Gleichgewicht bringen verwendet wird sind beim Allkampf eine körperliche Überlegenheit dem Gegener gegenüber nicht notwendig. Deshalb dieser Sport auch für besonders Junge bzw. ältere geeignet.

Technik

Im Gegensatz zum TAEKWON-DO werden im Allkampf besonders die alltagstauglichen Verteidigungen erprobt. In kleineren Gruppen gleichen Kentnisstandes werden hier neue Verteidgungstechniken erläutert und mit einem Trainingsparter geübt, bis sie fehlerfrei ablaufen. Hier sind oft Kleinigkeiten wichtig, wie beispielsweise die richtige Fußstellung oder das Abknicken eines Fingers in die richtige Richtung, da sonst verschiedene Hebel nicht funktionieren.

Disziplin

Da das Allkampf aus dem TAEKWON-DO entstanden ist, herrscht auch hier eine gewisse Grunddisziplin, die vorausgesetzt wird. Dies erleichtert außerdem das genaue Erklähren, da bestimmte Regeln herrschen an die man sich halten muss.

Wie sieht das Graduierungssystem im TAEKWON-DO bzw. Allkampf aus?

TAEKWON-DO

Das Graduierungssystem im TAEKWON-DO beinhaltet eine Schüler- und eine Meisterklasse. Jede Klasse zählt mehrere Stufen, wobei die der Schüler abwärts und die der Meister aufwärts nummeriert sind. Eine Schülerstufe wird "Kup" genannt, eine Meisterstufe heißt "Dan".

Allkampf

Im Allkampf werden die Stufen "Grad" genannt, sie ähneln dem System im TAEKWON-DO stark. Hier beginnt der Schüler allerdings mit dem 0. Grad als Weißgurt, außerdem wird zwischen dem Gelben Gürtel und dem Grünen Gürtel der Gelb-grüne durch den Orangenen und Orange-grünen Gurt ersetzt.

In beiden Systemen symbolisiert jede Farbe den aktuellen Wissens- und Fähigkeitengrad des Sportlers:

Weißer Gürtel 10. Kup/0.Grad
Weiß-gelber Gürtel 9. Kup/10.Grad
ist die unbefleckte Farbe, ihr Träger ist noch unwissend.
Gelber Gürtel 8. Kup/9.Grad
Gelb-grüner Gürtel 7. Kup
Orange Gürtel 8. Grad
Orange-grüner Gürtel 7. Grad
charakterisiert den Erdboden, also den Anfang auf dem alles Folgende wächst
Grüner Gürtel 6. Kup/Grad
Grün-blauer Gürtel 5. Kup/Grad
zeigt, dass bereits Früchte entstanden sind, schon steigendes Leben aus den Grundlagen hervorgegangen ist.
Blauer Gürtel 4. Kup/Grad
Blau-brauner Gürtel 3. Kup/Grad
symbolisiert den Himmel, also das Erreichen einer gewissen Grenze, was nun zu Höherem befähigt.
Brauner Gürtel 2. Kup/Grad
Braun-schwarzer Gürtel 1. Kup/Grad
(in manchen Schulen auch Rot) bedeutet "Achtung!", hier entsteht etwas Bedeutendes, Großes ist in Vorbereitung.
Schwarzer Gürtel 1. - 10. Dan
die Farbe, die Achtung und Ehrfurcht einflößt, alle anderen Farben in sich einschließt und stärker ist als alles andere, Träger des 5. - 10. Dan werden Großmeister genannt.

Die verschieden Farben der Gürtel haben also den Zweck, ihrem Träger mit ihrer Ausstrahlungskraft in seiner Leistung zu helfen, zum anderen verpflichten sie ihn auch, der Farbe, die er tragen darf gerecht zu werden. Die höheren Farben weiter fortgeschrittener Schüler sind zudem ein besonderer Ansporn ebenfalls dieses Niveau zu erreichen.

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